Netzwerkveranstaltung Art Education, ZHdK, 2. - 6. Juni 2014

Persönlichkeitsverwirklichung #3: gut aussehen. Geschmack und Schönheit im Kunstunterricht

Jugendliche (und nicht nur sie) stehen unter dem Druck gut auszusehen: zum Beispiel in Bezug auf Styles, Körperform und Körperpraktiken. Kunst wiederum produziert ihrerseits Ein- und Ausschlüsse: "Geschmack" und "Begabung" sind nicht angeboren, sondern werden zunächst im Elternhaus erworben (oder eben nicht) und später z.B. in Peergroups verhandelt und weiterentwickelt.

Im Netzwerkmodul geht es um eine doppelte Bewegung: Kunstunterricht wird darin einerseits als Herrschaftsraum analysiert, in dem Normen von Geschmack wirksam werden und Normierung stattfindet, andererseits als Möglichkeitsraum zu deren Bearbeitung und Verschiebung begriffen. Inputs  liefern  aus  verschiedenen  Perspektiven  die  Verknüpfung  von  Geschmack,  Style,  Begabung  und  sozialer  Ungleichheit.  Lektüren  vertiefen  diese  Analysen.  Ein  Panel  mit  erfahrenen  BG-Lehrpersonen  diskutiert  zu  Geschmack  und  Bewertung,  zum  Verhältnis  zwischen  dem  ästhetischen  Kanon  des  BG  Unterrichts  und  jugendkulturellen  Stilen  und  zum  BG-Unterricht  als  potentiellem  Raum  zur  Bearbeitung  von  Diskriminierungspraktiken wie Lookism oder Modemobbing. In Workshops werden verschiedene künstlerisch- edukative Bearbeitungsweisen aufgezeigt und für den Kunstunterricht weitergedacht.

Lernziel Wissen: Zusammenhänge von Geschmack, Begabung und sozialer Ungleichheit verstehen

Lernziel Methode: Handlungsmöglichkeiten für den Kunstunterricht entwickeln

Lernziel Haltung: Einen reflexiven Umgang mit den im BG-Unterricht vermittelten Normen von Geschmack und Stil entwickeln.

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