kunst/mobil – Ein mobiles Experimentierfeld im Unterricht

Das Projekt kunst/mobil gilt dem Beitrag künstlerischer Denk- und Arbeitsweisen in Bildungszusammenhängen. Im Fokus steht dabei das Unterrichtsfach Bildnerisches Gestalten im Kontext der schulischen Bildung. Ausserschulische Projekte sind damit nicht ausgeschlossen. Fachdidaktisch verortet sich kunst/mobil bei einer kunstorientierten Kunstpädagogik, die aus der künstlerisch-gestalterischen Praxis heraus argumentiert.

Zentrale Fragen des Projektes gelten dem Feld der künstlerischen, projektartigen Denk- und Arbeitsweise im Unterricht Bildnerisches Gestalten. Das Erarbeiten von Kriterien und Gedanken zur Gestaltung, die nicht rein visuell sondern prozess- und inhaltsorientiert agieren, steht hier ebenso im Zentrum wie die Vermittlung, Einbettung und Erprobung solcher Arbeitsweisen.
Das Projekt arbeitet an der Schnittstelle von Praxis und Theorie, bringt Forschung und praktische Umsetzung zusammen und ermöglicht durch die Kooperation mit Lehrpersonen den Brückenschlag zwischen Schule und Hochschule.

kunst/mobil entwirft Vermittlungseinheiten auf der Grundlage folgender Leitfragen:
- Was kann künstlerisches Denken leisten?
- Wie können prozesshafte Formen des Arbeitens in die Schulen gebracht werden?
- Was kann solch prozessorientiertes Arbeiten im Unterricht Bildnerisches Gestalten leisten?
- Wie kann der Unterricht Bildnerisches Gestalten neu gedacht werden?

kunst/mobil fokussiert sich aktuell auf Zeichnung. Die Dynamiken, die aus einem offenen, experimentellen Umgang mit der Zeichnung im zeitgenössischen Kunstschaffen freigesetzt werden, bringt kunst/mobil in den Unterricht ein. Es gilt, im Überschreiten von bekannten Grenzen die Zeichnung mit anderen Herangehens- und Arbeitsweisen zu erschliessen und damit die Potentiale des Zeichnens auszuloten. Dieses Feld ermöglicht es den Jugendlichen, von ihrer Erfahrung auszugehen und gleichzeitig in ganz andere, unbekannte Felder vorzudringen. Die Zeichnung wird zum Untersuchungsgegenstand: Als ursprüngliche, direkte, gestaltende Handlungsmöglichkeit, als Spur losgelöst vom Gegenstand, installativ, durch und mit dem Raum, als autonome (Auf-) Zeichnung ...

Für zukünftige Phasen im Unterrichtskontext werden aufgrund der bisherigen Vorprojekte unterschiedliche Formen und Inhalte weiterentwickelt z.B. im Bereich der Druckgrafik - kunst/mobil ist auf Veränderung und Wandelbarkeit hin angelegt.

Projektverantwortliche: Prof. Beate Florenz, Evelyne Monney
Förderung: Laufende Antragstellung
Weitere Infos: www.kunst-mobil.ch